Italien

Italien ist ein klassisches Weinland und jede der 20 Regionen hat seine eigenen Anbaugebiete, die sich auf über 900. 000 Hektar Anbaufläche befinden. Es werden jährlich mehr als 60 Millionen Hektoliter Wein erzeugt, der von unterschiedlicher Qualität ist. Unter der Bezeichnung „vino“ bekommt man einen einfachen Tafelwein. Qualitätsweine tragen dagegen die Bezeichnung DOC oder DOCG. Von den über 400 verschieden Weinsorten tragen mehr als 200 den Namen des entsprechenden Anbaugebietes wie Chianti oder Soave. Es gibt viele Anbaugebiete mit hervorragenden Weinen wie das Aostatal im Norden in Italien. In diesem hoch gelegenen Anbaugebiet werden Chardonnay und Gamay sowie Nebbiolo angebaut, aus denen der Blanc de Morgex et de La Salle und der Donnas Wein gemacht wird. Da die Anbaufläche gering im Aostatal ist, sind die Weine oft hochpreisig. Im Piemont wird der Barolo und der Barbaresco angebaut, die zu den wichtigsten Weinen in Italien gehören und hier wird viel Wert auf die ständige Verbesserung der Qualität der Weine gelegt. Zu den bekannten Weinen aus dieser Region gehören der Asti und der Barolo, die alle die Bezeichnung DOCG tragen. Aus der Lombardei kommt vor allem der bekannte Schaumwein Franciacorta, der nur aus dieser Region und bestimmten Anbaugebieten stammen darf. Auch der Lambrusco Mantoviano stammt aus der Lombardei, die trotz ihrer Qualitätsweine leider nicht den gleichen Ruf wie zum Beispiel das Piemont genießt.

Aus Trentino und Südtirol kommen der Trentino und der Marzemino. Beides sind sehr kleine Anbaugebiete. Allerdings gehören diese Weißweine zur Spitzenklasse in Italien. Aus Venezien stammt ein weltweit bekannter Wein und zwar der Prosecco. In Venezien wird eine breite Palette unterschiedlicher Weine von unterschiedlichen Qualitäten erzeugt. Allerdings wird ein Viertel der Anbaufläche für DOCG Weine genutzt. Hier kommt auch der Bardolino Superiore her. Im Friaul wird Wein seit der Bronzezeit angebaut und das Friaul weist eine geologische Besonderheit auf, die für hervorragende Weine aus dieser Region sorgt. Es werden sowohl regionale wie auch international bekannte Rebsorten angebaut wie Chardonnay und Pinot, die meist in der DOC Qualität angeboten werden. Aus der Region Emilia-Romagna, die vor allem für ihren Parmaschinken, Balsamico und Parmesan bekannt ist, kommt der hervorragende Albana di Romagna in der DOCG Qualität. Das klassische Weinanbaugebiet Italiens ist natürlich die Toskana, die als Hochburg des Weinanbaus gilt und solche kaum bezahlbaren Spitzenweine wie den Brunello di Montalcino produziert. Der Sassicaia war viele Jahre der teuerste Tafelwein der Welt und eine weitere Spezialität ist der Vino Santo, der zusammen mit den Cantuccini, einem weltbekannten Gebäck aus Mandeln, genossen wird.

Auch die Region Umbrien bietet zwei hervorragende Anbaugebiete, die DOCG Qualitätsweine erzeugen, der Sagrantino di Montefalco und der Torgiano Rosso Riserva. Bekannter ist allerdings der DOC Wein Orvieto. In Latium rund um Rom gibt es allerdings nur ein DOCG Gebiet namens Cesanese del Piglio. Die Weinkenner schätzen Weine aus Abruzzen vor allem wegen ihrem Preis-Leistungsverhältnis. Die Weine sind von guter Qualität und haben einen recht günstigen Preis. Besonders hervor tut sich der Subzone des Montepulciano d“Abruzzo. Kampanien rund um Neapel ist das wohl älteste Weinanbaugebiet in Italien und bringt kräftige Rotweine wie den DOCG Taurasi hervor. Genauso bekannt sind die Weine Roccamonfina und Terre del Volturno aus Kampanien. Die kleinste Anbauregion in Italien ist die Basilikata, wo ebenfalls großartige Weine in DOCG Qualität gekeltert werden. Der Aglianico del Vulture und Matera gehören zu den geschätzten Weinen der Kenner.